Südafrika Frühjahr 2018

Wine and dine and KTP

Vorwort

Vorwort: 29.03.2018

Vor einem Jahr haben wir mit den Reservationen begonnen. Nicht alles hat geklappt. In der Zwischenzeit haben wir einige Änderungen im KTP gemacht. Dank dem Sanparks Notifier sind wir immer über die aktuell freien Unterkünfte informiert. Sehr praktisch. Bedingung, sofort reagieren und umbuchen, sonst sind die als frei gemeldeteten Unterkünfte schon wieder weg. So langsam beginnen wir mit dem Zurechtlegen des Kofferinhalts. Ist mittlerweile keine grosse Sache mehr, wir reisen zum 14. Mal nach Afrika. Durch diese Tätigkeit nimmt die Vorfreude extrem zu.

20.04.2018 Die Taschen sind gepackt. Alles ist verstaut. Die 30 Kg Freigepäck von Qatar Airways sind nicht ausgereizt.

Unterkünfte

Tag Datum Wegbeschreibung Unterkunft Kilometer
Route

22./23.04.2018

Wir marschieren mit unseren beiden Taschen und den zwei Rucksäcken zum Bus. Die Reise beginnt und endet nach 24 Stunden in Kapstadt. Wir fliegen mit Qatar über Doha. Beide Flüge sind problemlos und ruhig. Einziger Zwischenfall beim Transit Sicherheitscheck in Doha. Beim Band nach dem Scanner steht ein Typ. Ich wundere mich und habe den Gedanken, auf was wartet der hier und steht mir im Weg rum. Sein Gepäck muss schon vor unserem durch die Kontrolle sein. Die nächsten sechs Boxen sind unsere. Er bleibt stehen. Unser Gepäck kommt aus dem Tunnel. Mein Rucksack wird zur Seite genommen. Die Kamera wird kurz auf Sprengstoff untersucht. Ich versorge in der Zeit meinen Laptop im Sack. Elisabeth schaut kurz nach ihrer Kamera, ob ich auch alles richtig mache. Alles ist wieder eingepackt. Elisabeth fragt, habe ich meinen Laptop eingepackt? Ein Blick zurück in die Kisten. Es liegt nichts mehr auf dem Band, alle Kisten sind leer, also ist er im Sack. Im Flugzeug bemerken wir aber, dass das Gerät fehlt. Der Typ muss es in einem unbeobachteten Moment geklaut haben. Scheisskerl! Dazu muss noch gesagt werden, dass wir zum umsteigen nur eine Stunde Zeit haben. Dadurch ist alles ein bisschen hektisch. Die Autoübernahem bei Britz dauert seine Zeit. Wir erhalten einen Ford Ranger mit Aluaufbau. Viel Stauraum da wir kein Equipment brauchen. Der Wagen hat knapp 60'000 Km, zuschaltbaren 4x4 und einen Wildfänger. Wir fahren los Richtung Robertson. Ein Zwichenstopp in Paarl bringt nicht den gewünschten Erfolg. Wir finden Papa Grappa nicht. Dafür den Checkers und einen Bodlestore. Wir tätigen die absolut nötigen Einkäufe. Die Fahrt führt weiter durch Robertson durch, auf die Weinfarm Frai Uitzicht. Da werden wir freundlich empfangen und beziehen das Luxuschalet Shyraz. Das Nachtessen schmeckt sehr gut. Der Merlot mit Jahrgang 2013 und 16% Alkohol noch besser. Bald ist Bettzeit. Wir sind beide müde und schlafen wie Steine.

24.04.2018

Den Tag verbringen wir auf der Wein Farm. Wir wollen ankommen. Nach dem wunderbaren Frühstück dürfen wir den Keller besichtigen. Hier wird noch vieles von Hand gemacht. Stahlfässer gibt es keine. Es wird alles im Holz ausgebaut. Wir faulenzen und geniessen die Ruhe und die schöne Umgebung. Vor dem Nachtessen geniessen wir noch eine Wein Degustation. Das Nachtessen Wine und Dine schmeckt sehr gut. Der Preis dafür ist für SA Verhältnisse zu teuer. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Umgebung Fraai Uitzicht

25.04.2018

12 Flaschen Rotwein finden den Weg in den Kofferaum. Die Fahrt nach Franschhoeck ist problemlos. Um 12:00 Uhr haben wir einen Termin auf der Weinfarm Leopards Lap. Wir geniessen einen South African Table. Nach Voranmeldung können wir ein afrikanisches drei Gang-Menue geniessen. Der Tisch steht in der Küche. Wir können dem Koch bei seiner Arbeit zuschauen. Er erklärt uns die einzelnen Speisen und deren Zubereitung. Ein so zartes, gut gewürztes, saftiges Poulet Brüstchen habe ich noch nie gegessen. Ein Sommelier gibt uns interessante Informationen zu den servierten Weinen. Wie werden so richtig verwöhnt. Das Essen schmeckt wunderbar.

African table

Bei Pick and Pay kaufen wir unsere ersten Vorräte. Danach geht’s zur Unterkunft le Petit Paris. Ein grosses Zimmer mit sep. Bad Dusche und WC wartet auf uns. Ansonsten nichts Besonderes. Es geht zu Fuss zurück ins Städtchen. Wir kaufen spezielle Schuhe bei Tsonga. Einige unserer Freunde warten sehnlichst darauf. Auch zwei kleine Warthogs aus Altmetall finden den Weg in die Einkaufstasche. Damit soll die Herde Zuhause ergänzt werden. Nach dem üppigen Mittagessen gibt es nur noch kalte Küche.

Tsonga
Warthogs

26.04.2018

Heute fahren wir mit dem Weintram diverse Weinfarmen an. Das Auto bleibt aus verständlichen Gründen zu Hause. Auf der Weinfarm Babylonstor beginnt die Degu mit einem Weisswein. Der Somelier bringt eine angebrochene Flasche. Die Flasche ist noch zu einem Drittel voll. Er schenkt den Wein in unsere Gläser. Eine längere Erklärung folgt. Wir riechen am Glas und stellen fest, dieser Wein hat Zapen (Korken). Wir rufen den Spezialisten. Er richt am Glas, verzieht das Gesicht und gibt uns recht. Wir stellen fest, dass mindestens 6 Personen diesen Wein degustiert haben. Anscheinend hat keiner den Korkengeschmack bemerkt und reklamiert. Wir denken uns was. Die Weine die Morgen den Besitzer wechseln sollen, schreiben wir uns auf. Gegen Abend sind wir zurück im Hotel.

Weintram in Franschhoek

Das Nachtessen beim Italiener, Restaurant Allora, schmeckt gut und ist sehr preiswert. Wir sind zu Fuss unterwegs. Der Heimweg führt durch dunkle Nebenstrassen. Habe nicht gewusst, dass Elisabeth noch so schnell gehen kann. Natürlich passiert nichts.

Restaurant Allora

27.04.2018

Pic & Pay stellt uns die fehlenden Esswaren und Nonfood zur Verfügung. Wir kaufen alles Nötige. Dann fahren wie die 2 Weingüter Babylonstor und Glen Garlu an. Die 12 Flaschen Weisswein werden bestellt, bezahlt und im Fahrzeug verstaut. Zusätzlich kommen noch zwei Flaschen eines speziellen, süssen Weissweins für Elisabeth mit. Ich kann das Zeugs nicht ausstehen.

Den Abend verbringen wir im Rest le bon Vivant. Wir sind zum zweiten Mal da, wissen was uns erwartet. Es ist keine Entäuschung. Das Menue Surprise mit Weinbegleitung (Rand 675) ist ein Erlebniss. Nicht nur zum Geniessen, auch die Präsentation ist unvergesslich. Der Heimweg ist in etwa der Gleiche wie gestern, läuft aber heute schon wesentlich ruhiger ab.

Le bon Vivant

28.04.2018

Heute ist Fahrtag. Wir verlassen das eher kalte und regnerische Franschhoek. Die rund 400 Km auf der N1 nach Beaufort West schaffen wir in 6 Stunden. Einige Pipi Stopps, sonst wird durchgefahren. Die Unterkunft Die Herehuis ist schon ein wenig in die Jahre gekommen. Wir erhalten ein kleines, ziemlich dunkles Zimmer. Für eine Nacht muss es reichen. Fleisch und Gemüse besorgen wir uns im nahen Checkers. Auf das Nachtessen sind wir gespannt. Die Spannung lässt sofort nach. Na ja, nach dem Menue im le bon Vivant fällt es deutlich ab.

Die Herehuis

29.04.2018

Ein zweiter Fahrtag ist angesagt. Wieder geht es 400 Km zum Mokala NP. Am Gate ist niemand zu sehen. Es gibt aber ein Funkgerät. Ich steige aus und will mir das Ding greifen, da kommt der Zuständige um die Ecke gerannt. Ja richtig gelesen, gerannt. Wir haben ihn vermutlich geweckt. Die Einreiseformalitäten sind rasch erledigt. Wir fahren weiter zur Mosu Lodge. Unterwegs begrüssen uns Warthogs und Zebras. Wir checken ein und erhalten das Chalet Nr. 2. Mit der Nummer 1 das Beste im Camp. Direkt am Wasserloch. Wir beschliessen keinen Gamedrive mehr zu machen. Die Tiere kommen ja zu uns.  Ab Heute wird selbst gekocht. Salat und T-Bon Steak schmecken wunderbar.

Mosu Lodge, Mokala NP

30.04.2018

Wir checken aus, nehmen den Schlüssel für unsere nächste Unterkunft gleich mit und fahren in den Park. Die Umgebung ist wirklich fantastisch. Alles grün, überall Wasser. Leicht hügelig mit Buschbestand und Bäumen. Schöne Steinformationen. Nebst dem Üblichen treffen wir unterwegs auf ein Nashorn. Gegen 14:00 Uhr fahren wir gemütlich Richtung Unterkunft. Der Zugang ist durch eine Kette abgesperrt. Das Schloss dazu ist aber offen. Wir sollen es so lassen, wurde uns gesagt. Eine kurze Fahrt führt uns zu einem schlichten Baumhaus. Das Tree House ist einer der schönsten Plätze, die wir je erleben durften. Ein richtiges Baumhaus. In eine grosse Akazie rein gebaut. Alles sehr klein, aber sauber und zweckmässig. Es gibt einen grossen gasbetriebenen Kühlschrank. Zwei Herdplatten und Solarstrom. Das Wasserloch liegt 100 Meter von der Terasse im Blickfeld. Wir erhalten Besuch von Gnus und Schweinchen. Etwas weiter weg spaziert ein Nashorn mit Jungem durch die Gegend. Borewors und Rösti schmecken, in dieser wunderbaren Umgebung, noch um einiges besser. Da der Park, ausser Büffel und Rhinos keine der Big Five beherbergt, kann ich gefahrlos die Wildcam am Wasserloch postieren. Ein schöner Abend klingt aus. Wir schlafen wie die Murmeltiere.

Tree House
Wasserloch beim Tree House

01.05.2018

Die Wildcam hat keine Aufnahmen gemacht. Das Wetter ist schön, am Morgen noch recht kalt. Nach dem Frühstück verlassen wir diesen wunderschönen Ort gegen 10:00 Uhr. Wir driven im Park rum ohne wesentliche Tiersichtungen. Da wir Zeit und Hunger haben wollen wir unsere Brote an einem schönen Ort vernichten. Es gibt in diesem Teil des Parks keine Rastplätze. Wir entscheiden uns für einen Platz an dem man Fliegenfischen kann. Die Strasse dahin ist als only 4x4 gekennzeichnet. Da wir zuvor schon zwei 4x4 Strecken problemlos abgefahren haben, wagen wir das Abenteuer. Zuerst ist der Pad harmlos. Dann wird es immer steiler und enger. Der Weg besteht aus Steinen. Wenden unmöglich. Unser Ford Ranger schafft das Treppenfahren ohne Schwierigkeiten. Unten am Fluss stehen wir vor einem geschlossenen Tor. Nichts mit Picknick. Also wenden wir das Fahrzeug auf engstem Raum. Kaum gewendet kommt ein Staff Fahrzeug die „Treppe“ runter. Zwei grinsende Ranger sitzen drin. Wir grüssen freundlich und fahren die Stecke mit 4x4 low wieder hoch. Gegen 13:00 Uhr erreichen wir das Camp Lilydal. Wir lesen, dass wir hier für das Fliegenfischen einen Schlüssel haben könnten. Fliegenfischen können wir eh nicht und fürs Mittagessen ist es eh zu spät. Wir können unser Chalet bereits beziehen. Checkin Time wäre 14:00 Uhr. Das Haus liegt direkt am Fluss Riet. Wir werden mit einer tollen Aussicht belohnt.

Lilydal Camp, Mokala NP

02.05.2018

Heute fahren wir 470 Km nach Upington. Wir brechen um 07:00 Uhr auf. Bis auf eine paar kurze Stopps, fahren wir durch. Kurz nach 12:00 treffen wir im Slaghuis ein. Wir werden vom Besitzer freundlich begrüsst und bestellen unser Fleisch für die nächsten 12 Tage. Dann geht’s in die 4-Sterne Unterkunft Riverplace Manor. Hier waren wir schon 2 Mal. Das Hotel liegt direkt am Oranje River. Es ist sehr ruhig hier. Die Gartenanlage ist gepflegt. Nach einem kurzen Nickerchen, schreibe ich am Tagebuch. Um 17:00 Uhr muss das Dinner bestellt werden. Nach nicht so intensivem Studium der Karte bestelle ich für Beide «Grilled Hake with Lemon Garlic Butter Served with Patato Wedges». Ein gegrilltes Hackplätzchen muss doch schmecken. Anstelle der Wedges bestelle ich Fritts. Nach dem obligaten Apero gehen wir ins dazugehörige Restaurant. Wer lesen kann, hat Vorteile. Wir kriegen ein Fischfilet von einem Fisch namens Hake. Der Fisch schmeckt gut, die Pommes sind frisch. Dass die Glace mit heisser Schokolade serviert wird, während dem ich noch den Salat esse, ist eben Afrika.

Riverplace Manor, Upington

03.05.2018

Das Frühstück lässt keine Wünsche offen. Unser Weg führt uns als erstes ins Slaghuis. Wir erhalten das bestellte Fleisch, mit den besten Wünschen für gelungene Ferien und eine sichere Fahrt. Das nächste Ziel ist die Kalahari Mall. Ein riesiges Einkaufszentrum. Dort kaufen wir noch die frischen Sachen für die nächsten 12 Tage. Ich weiss, dass tönt schwierig. Ist es auch, nach dem Motto, es het solangs het. Das dritte Ziel ist das 250 Km entferne Twee Rivieren. Der Eingang zum KTP. Wir fahren durch. Auf den letzten 50 Km bewegen sich viele Tiere am Strassenrand. Das würde ja niemanden stören. Blöd ist nur, dass sie auch die Strasse überqueren, meistens dann wenn ein Auto kommt. Also ist Vorsicht geboten. Beim Gate ankommen, mit einer Geiss im Wildfänger, macht sich definitiv schlecht. Das Einchecken dauert, wie immer, seine Zeit. Wir kriegen unseren Laufzettel und den Schlüssel zum Family Chalet Nr. 24. Nach einem kurzen Drive wird das Nachtessen vorbereitet. Schafskoteletten mit Spaghetti an Tomatensauce. Schmeckt Supper. Und da es heute keine Nachspeise gibt, kann sie auch nicht zu früh kommen. Das Camp ist alles andere als schön. Wir hören Kühe brüllen, kleine Kinder schreien. Der Ausblick zeigt auf den Campingplatz. Am Morgen weckt uns ein Güggel. Fast wie daheim. Es ist einfach praktisch um in und aus dem Park zu reisen.

04.05.2018

Für einen kurzen Gamedrive holen wir um 07:00 den Laufzettel ab. Nach der Rückkehr gibt es ein ausgedehntes Frühstück. Wir sparen uns die Rückgabe des Laufzettels. Eigentlich muss bei jeder Rückkehr, oder Einfahrt in ein Camp, dieser Zettel beim Gate abgegeben werden. Vor Ausfahrt muss er abgeholt werden. Das fahren im Park ohne diesen Wisch hat eine Busse zur Folge. Der Dieseltank ist voll, wir machen uns auf den Weg nach Kilie Krankie. Eines unserer Lieblingscamps. Wir sind nun für 4 Stunden «Heimatlos». Die Unterkünfte in allen Camps können um 14:00 Uhr bezogen werden.

Wie ausgerechnet, kommen wir gegen 14:00 Uhr «Zuhause» an. Es ist wirklich wie ein Heimkommen. Wir sind jetzt das dritte Mal hier. Der Campchef Willelm erinnert sich noch an unsere Geichter. Unser letzter Besuch ist 18 Monate her. Wir staunen. Die Aussicht ist immer noch wunderschön. Die Unterkünfte wurden sanft renoviert. Gasherd und Kühlschrank sind neu. Viel wichtiger ist uns aber die Umgebung. Das nahe, beleuchtete Wasserloch und die Ruhe.

Kilie Krankie

05.05.2018

Wir geniessen, fotografieren und filmen den wünderschönen Sonnenaufgang. Gegen acht Uhr fahren wir zum Wasserloch Kiki. In anderen Jahren hatten wir hier immer Erfolg. Heute nicht. Wir fahren das Tal hoch Richtung Grootkolk. Biegen am Rastplatz links ab, wechseln wieder das Tal und fahren zurück nach Kilie Kankie. Ein Caracal und eine Eule sind, neben dem Üblichen, die interessantesten Sichtungen.

Die Strassen für die beiden Querungen von einem Tal ins andere, führen über Dünen. Also, hoch und runter, hoch und runter, bis der Magen das Halszäpfchen kitzelt. Gegen 13:00 Uhr sind wir zurück. Ich erhalte von Willhelm, nach einer, wie immer, freundlichen Begrüssung, gleich zwei Aufträge. Er muss zum Wasserloch um die Beleuchtung in Stand zu stellen. Wenn er fertig ist, soll ich auf sein Winken hin, das Licht einschalten. Er kontrolliert ob alles funktioniert und ich schalte das Licht wieder aus. Zudem soll ich, wenn die letzten erwarteten Gäste ankommen, ihnen den Schlüssel zum Haus Nr. 3 übergeben. Hat leider nicht geklappt, es kommt während seiner Abwesenheit niemand. Einmal ein wenig Camp Attendant spielen, hätte mir gepasst. Den Rest des Tages geniessen wir auf der Terasse. Nachtessen Kartoffelstock mit Borewors.

06.05.2018

Wir müssen leider heute das schöne Camp verlassen. Die Fahrt führt uns ins 150 Km entfernte Camp Nossob. Meine Erinnerungen an dieses Camp sind gemischt. Viel Trubel, abgewohnte Unterkünfte. Wir haben für dieses Mal eines der neuen Riverfront Chalets reserviert. Meine Meinung über Nossob wird blitzartig besser. Die Unterkunft ist sehr schön gebaut. Mit Panoramafenstern im Schlafraum Richtung Tal. Weit ab vom Trubel. Ich habe mich mit Nossob versöhnt.

Nossob Camp, KTP

07.05.2018

Heute fahren wir, nach einem kurzen Morgendrive und Frühstück, 105 Km nach Groodkolk. Unterwegs treffen wir vor allem Kudus, Orixe und Kuhantilopen.

Wir treffen auf eine schöne Wilderness Unterkunft mit nahem Wasserloch. Wir werden vom Camp Manager freundlich empfangen. Auch hier gefällt uns die Umgebung. Die Häuschen sind ein wenig kleiner als in Kilie. Die Küche befindet sich ausserhalb und ist dringend renovationsbedürftig. Sonst passt alles. Wir sind für heute genug rumgefahren. Wir geniessen die Ruhe und die schöne Umgebung.

Groodkolk Camp, KTP

08.05.2018

Es liegt ein langer Drive vor uns. 270 Km mit max 50 kmh. Ich halte mich so einigermassen an das Limit. Im Park werden auch Radarkontrollen gemacht. Zudem weiss man nie, wann ein Tier über die Strasse rennt. Eigentlich ist geplant, dass wir diesen Weg noch einmal machen. Wir haben nämlich eine zweite Nacht in Groodkolk reserviert. Leider haben wir die beiden Nächte nicht zusammen buchen können. Je länger die Fahrt dauert, umso mehr sind wir überzeugt, dass wir da was ändern müssen. Beim Zwischenstopp in Nossob, fragen wir in der Reception nach freien Unterkünften für den 10.5. Es scheint nichts mehr frei zu sein, ausser in Twee Rivieren. Wir buchen noch nicht um. Wie schon beschrieben, ist dieses Camp eigentlich das Schlechteste. Beim nächsten Rastplatz verdrücken wir unsere Sandwiches. Dort treffen wir auf zwei junge Südafrikaner. Sie erklären uns, dass nach dem Talwechsel, bei der Kreuzung rechts, nach ca. 6,5 Km ein vollgefressener Löwe neben einem angefressen Gnu, schläft. Wir treffen auf die Stelle und betrachten die Lage mit gemischten Gefühlen. Einerseits freut es uns, dass der Löwe etwas zum fressen hat. Andererseits sind die zwei Drittel Gnu kein schöner Anblick.

Nach 7,5 Stunden treffen wir in Mata Mata ein. Kurz vorher treffen wir noch eine schnuselige junge Wildkatze. Gleich neben der Strasse springt sie auf einen Baum und schaut uns frech von oben herab an.

Wir checken ein und fragen nochmals nach freien Unterkünften. Auch hier die gleiche Antwort. Inzwischen wissen wir auch warum. Der Donnerstag 10.05.2018 ist ein Feiertag. (Auffahrt). Wir lassen Grootkolk umbuchen auf Twee Rivieren. Wenigsten können wir die zwei Tage im gleichen Haus wohnen. Jetzt beziehen das Zelt Nr. 9 im tendet Camp. Eigentlich haben wir das Honymoom Zelt reserviert. Da in diesem Camp kein permanenter Attendant ist, beziehen wir das Ersatzzelt. Beste Sicht aufs Wasserloch und ein grosses Zelt mit 4 Betten. Kure Zeit später kommt der Chef und erklärt uns, dass an dem von uns reservierte Zelt gebaut wird. Er habe uns aber seine zweitbeste Unterkunft gegeben. Wir sind zufrieden. Auf die Rückerstattung der 100 Rand für die Preisdifferenz verzichten wir. Nach der Fahrt sind wir beide geschafft. Es gibt Spaghetti mit Tomatensauce. Da die Schafskotteletten aus dem Slaghuis in Uppington von einem schon etwas in die Jahre gekommenen Schaf stammen, werden die besten Stücke herausgeschnitten und in der Pfanne angebraten. Elisabeth verschwindet um 21:00 Uhr in die Haia. Ich folge ihr eine Stunde später.

Mata Mata tendet camp, KPT
Küchen Zelt
Ausblick

09.05.2018

Um 07:00 Uhr geht’s auf einen Gamdrive ins Auobtal. Zum ersten Mal auf dieser Reise treffen wir auf Giraffen. Davon gleich 12 Stück. Sie löschen den Durst am Wasserloch. Ein herrliches Bild. Sonst passiert nichts Erwähnenswertes.

2 Giraffen wollten nicht mit auf's Bild

Nach 80 Km sind wir zurück. Im sehr gut assortierten Laden, werden die Getränkevorräte aufgefüllt. Ein wenig Grünzeug kommt auch noch mit. Eine Borewors wechselt den Besitzer. Nun geht’s ans Chillen, ein wenig Wäsche waschen und Tagebuch schreiben. Der Abendrive bringt nichts. Nachtessen, Geschnetzeltes Rinderfilet mit Kartoffelstock und Salat.

10.05.2018

Unsere Reise führt uns Heute nach Twee Rivieren. Etwa 6 Km nach dem Gate treffen wir auf 5 Löwen. In etwa 200 Metern Entfernung sind sie dabei ein frisch gekilltes Gnu zu verspeisen. Zwischendurch ist ein hässiges Knurren zu hören. Da hat wohl eine Löwendame zu früh zugegriffen. Wir geniessen das Schauspiel.

Vor zwei Tagen habe ich von einem vollgefressenen Löwen, der neben einem erlegten Gnu schlief, berichtet. Wir kommen wieder zur der Stelle. Einige Knochenresten sind noch vorhanden, der Löwe vertilgt noch das restliche Fleisch.

Wir treffen gegen 14:00 Uhr im Camp ein und erhalten das Chalet Nr. 16. Grandioser Ausblick direkt auf die Tankstelle mit Durchgangsverkehr zum Shop. Abendessen Borewors mit Rösti.

11.05.2018

Wir starten um 07:30 zu einem ausgedehnten Gamedrive. (180 Km). Wir treffen auf die üblichen Viechereien. Ein paar schöne Sichtungen in Form von fliegenden und sitzenden Adlern. Wir kommen zum ersten Rastplatz. Wir steigen aus, trinken was und vertreten uns die Beine. Wir beobachten in der Nähe ein kleines Rudel Orixe und Springböcke. Alle schauen in die gleiche Richtung. Es herrscht Unruhe. Plötzlich, wie aus heiterem Himmen, schiessen 3 Geparde aus dem hohen Gras auf die Gruppe zu. Eine heillose Flucht beginnt. Die Drei rasen über den Rastplatz, quer durch Autos und Leute. Nach der, leider erfolglosen Jagd,  rennen sie einen Hügel hoch. Dort sitzen Sie jetzt, neben einem Baum im Schatten und beratschlagen wohl den nächste Angriff. Wir können sie noch eine ganze Weile beobachten. Zwischendurch wechseln sie den Standort. Dann passiert nichts mehr. Hat wohl zu viele Autos. Wir fahren gemütlich zurück ins Camp. Auto volltanken. Die Luft in den Reifen wieder für normale Strassen aufpumpen. Wir sind bereit für die morgige Weitereise in den Augrabies Park. Nachtessen, Chili.

12.05.2018

Kurz nach sieben Uhr fahren wir los. Die 250 Km bis nach Upington sind stinke langweilig. Der Verkehr hält sich sehr in Grenzen. Wir besuchen nochmals die Kalahri Mall. Die Vorräte müssen noch aufgefüllt werden, für den letzten Teil der Reise. Wir brauchen nicht mehr viel. Die Fahrt bis zum Augrabis Park bringen wir ohne Zwischenfälle hinter uns. Wir sind um 13:00 Uhr da, müssen aber warten bis wir das Chalet um 14:00 Uhr beziehen können. Ist so üblich bei Sanparks, aus verständlichen Gründen. Aber so stur wie hier waren die anderen nicht. Also ab ins Restaurant, einen GT getrunken und die schöne Umgebung genossen. Somit haben wir wohl das Ziel, dass sie hier mit ihrer Sturheit verfolgen, erfüllt. Wir wandern den schönen Weg zum Wasserfall hinunter. Imposant, kommt natürlich nicht an die Niagarafälle ran. Wir suchen noch zwei Caches in der Nähe. Den Einen finden wir, der Andere muss noch warten. Wir versuchen es sicher nochmal. Das Chalet selbst ist schön gelegen. Die Aussicht auf die Steinwüste ist phänomenal. Für uns ein ganz anderes Afrika. Die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig.

13.05.2018

Wir starten zum ersten Loop im Park. Dabei fahren wir die meisten Viewpoins an. Der Moonrock beeindruckt durch seine Grösse und seine glatte Oberfläche. Hier finden wir auch einen Cache, der leider nur noch aus einem Zettel mit Infos besteht. Der Rest ist weg. Die restlichen Caches finden wir. Ein Earth Cache ist uns zu kompliziert.

Moon Rock

Wir besuchen auch noch die Unterkunft Georges Cottage. Sie ist in eine Felswand eingebaut. Direkt über dem Abgrund. Nichts für Elisabeth. Wir sind froh, dass wir sie nicht gebucht haben. Über der Unterkunft ist ein Viewpoint, der für alle zugänglich ist.

Georges Cottage

Unterwegs, aus der Ferne, sehen wir noch einmal den Moonrock. Schaut aus als würde der Mond aus der Steinwüste aufgehen. Zurück in die Unterkunft. Die Betten sind nicht gemacht. Wohl weil heute Sonntag ist. Gereinigt wurde auch nicht. Den Rest des Nachmittags verbringen wir mit der wunderschönen Aussicht.

Gorilla in Stein gemeisselt
Abendstimmung

14.05.2015

Wir nehmen den 91 Km Loop bis ans andere Ende des Parks unter die Räder. Die Umgebung ändert von steinig, in eine flache Steppenlanschaft mit einigen Steinhaufen darin verteilt. Immer wieder sehen wir kleine Quiver trees. Einige davon blühen. Tiere sehen wir nicht viele. Zwei Giraffen, Orixe, Steinböcklein und zwei Zebras. Der Park ist auch nicht durch seine Tiervielfalt bekannt. Der Wasserfall und die Umgebung machen ihn sehr reizvoll. Wir tuckern gemütlich über den Loop. Machen immer wieder halt. In diesem Park darf man das Fahrzeug überall verlassen. Die Gefahr von Schlangen ist in dieser Umgebung sehr gross. Wir passen auf wo wir hintreten. Keines dieser Tiere will sich uns zeigen.

Zurück im Chalet. Die Betten sind gemacht. Die Badetücher fehlen. Wir haben keine neuen verlangt. Die schmutzigen Küchentücher sind alle noch an ihrem Platz. Wir gehen ist Restaurant was trinken. Dazu leisten wir uns eine Stunde Wifi für 20 Rand. Kleinlich, aber ist halt so. Wir stellen fest, dass bis zu unserer Heimreise kein Regen angesagt ist. Das beruhigt mich ungemein. Seit ein paar Tagen hat der Scheibenwischer seine Arbeit niedergelegt. Kein Wasser, kein Wischen, rein gar nichts will er mir mehr bieten. Und ohne Scheibenwischer im Regen rumzufahren ist eher mühsam. Inzwischen wäscht der Tankwart unser Auto für 30 Rand und ein angemessenes Trinkgeld. Er ist wieder blitzsauber. Auf dem Rückweg reklamiere ich die fehlenden Tücher an der Rezeption. Die Auskunft, die Tücher wurden mitgenommen, werden gewaschen und ihnen zurückgebracht, überzeugt mich nicht. Ich sage der Dame, dass ich jetzt duschen möchte, was ohne Badetücher eher blöd ist. Sie zuckt mit den Schultern. Beim Rausgehen kann ich beobachten, wie sie den Telefonhörer zur Hand nimmt. Die Dame mit den Badetüchern ist auf jeden Fall vor mir im Chalet. Das ist Afrika. Hier sind solche unterhaltsamen Ereignisse Alltag. Ob wir wohl deshalb immer wieder kommen? Sicher nicht nur. Der zweite Versuch beim ersten Cache gelingt. Wir finden die Dose und tragen uns ein.

15.05.2018

Die Reise nach Springbock (300 Km) ist sehr bequem zu fahren. Meistens geradeaus. Eher langweilig. Die Umgebung ist zwar sehr schön, aber immer gleich. Angekommen, finden wir sofort den Checkers. Er liegt in einer neu gebauten Shopping Mall. Sehr gut assortiertes Geschäft. Da können wir unsere Vorräte für die Reise im Herbst gut einkaufen. Ansonsten ist das kleine Dorf eher touristisch. Viele Geschäfte entlang der Hauptstrasse. Nicht ganz so sauber wie z.B. Franschhoek. Wir essen bei der Steak House Kette Spur eine Kleinigkeit. Schmeckt sehr gut und kostet fast nichts. Die Unterkunft Kleinplasie ist rasch gefunden. Wir werden sehr freundlich empfangen. Das Zimmer Nr. 1 ist gut gelegen, gross und sauber.

Springbock

Da die Dame der Reception unsere Zahlung nicht mehr finden kann, gibt es ein paar Diskussionen. Wir checken im schnellen Wifi den Zahlungsauftrag. Ich bestehe darauf dass sie nochmals sucht. Und siehe da, die Zahlung taucht auf. Das Nachtessen geniessen wir im dazugehörigen Restaurant. Die Lammkeule schmeckt. Die Pizza ist riesig und wird nicht ganz aufgegessen. Am Abend stören ein paar einheimische Gäste die laut feiern. Es wird immer lauter und besoffener. Um 23:00 Uhr ist Ruhe. Einige fahren noch mit dem Auto weg. Ich weiss warum ich in Afrika nie nachts rumfahre.

Restaurant

16.05.2018

Heute steht die längste Etappe unserer Reise auf dem Programm. Wir fahren 530 Km nach Stellenbosch. Es ist abwechslungsreicher als gestern. Die N7 führt durch die Berge Richtung Meer. Gestartet auf knapp 1000 Meter, geht es stetig runter bis auf 160 Meter. Stören tun eigentlich nur die vielen Baustellen. Ich hasse gelbe Signaltafeln. Unser GPS Trudi ist dabei, seine Arbeit endgültig niederzulegen. Dauernd berechnet sie neu und das Neue ist dann auch falsch. Sie hat uns jahrelang gute Dienste geleistet. Mit etwas Wehmut schicken wir sie in den Ruhestand. In der Nähe von Stellenbosch liegt unsere Unterkunft, die Lodge Eikendal mit dem gleichnamigen Weingut. Wir erreichen Sie um 14:30 Uhr nach 6,5 Stunden. Von Leonie werden wir äusserst freundlich empfangen. Sie erklärt uns das Wasserproblem. Die wenigen Einschränkungen stören uns nicht weiter. Da Eikendal ein Weingut ist, besorge ich uns eine Flasche vom prämierten Chardonnay 2015. Er schmeckt überaus lecker. Nachtessen gibt es im di Giovannis. Ausserordentlich gut! Wir kommen Morgen wieder. Unsere abendliche Runde Yatzi gewinnt, wie fast immer, Elisabeth. Es steht inzwischen 35:12. Zu meiner Beruhigung ist das ein Glücksspiel, mit ein wenig Strategie. Die Würfel fallen wie sie eben fallen. Mensch ärgere dich nicht. Tu ich auch nicht! Die Lodge Eikendal liegt wunderschön inmitten der Reben. Der Serviece den Leonie bietet ist überdurchnittlich. Jeder Wunsch wird erfüllt. Sogar ein Staubsauger wir bereitgestellt um unserem Fahrzeug eine Innenreinigung zu gönnen. Das zusätzliche Angebot war, dass der Gärtner die Reinigung übernimmt. Ich verzichte darauf. Irgendwie wäre es mir nicht wohl dabei, wenn ein anderer unseren Feriendreck putzen soll. Die Arbeit ist schnell getan. Das Fahrzeug ist eh sauberer, als wie wir es übernommen haben.

17.05.2018

Unser letzter Ferientag. Elisabeth bestimmt drei Weingüter die wir Anfahren wollen. Da, wie bekannt, unser Trudi in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist, navigieren wir mit dem Handy. Das verwendete App OsmAnd+ kann ich empfehlen. Das Weintesting übernimmt meine liebe Frau, ich übernehme das Fahren. Das Weingut DELAIR GRAFF ESTATE ist auch auf der Liste. Es nennt sich, THE JEWEL OF THE CAPE WINELANDS. Wir biegen ab und fahren durch eine wunderschön grüne Alee. Wo die das Wasser hernehmen bleibt uns ein Rätsel. Vielleicht hilft auch hier, genug Geld zu haben. Während der Aleedurchfahrt treffen wir auf ca. 20 Leute die mit der Pflege der Blumen und Sträucher beschäftigt sind. D.h. Jeweils 2 arbeiten und 3 schauen zu. Ähnlich wie auf unseren Autobahnbaustellen. Die Eingangshalle ist riesig. Rechts ein Modegeschäft dem wir einen kurzen Blick schenken. Links ein vergitterter Eingang zu einem Schmuckgeschäft. Davor steht zusätzlich noch ein Brocken von Mann als Wächter. Wir verzichten auf den Besuch des Ladens, der Wächter flösst uns zuviel Angst ein. Die Unterkunft kostet in der billigsten Kategorie 1'200 CHF. Die Einrichtung ist very british. Gefällt uns gar nicht, also werden wir hier niemals nächtigen.

Zurück im wunderschönen Weingut Eikendal widmen wir uns der offerierten Weindegustation. Wir probieren fünf Weine. Sie sind alle gut, aber nur der Merlot überzeugt uns. Zurück im Zimmer legt sich Elisabeth gleich mal hin. Die Degus haben sie wohl geschafft. Jetzt werden wir von Riette betreut. Auch sie ist sehr nett und macht alles möglich. Das Check in für unseren Heimflug erledigt sie professionell. Die Unterlagen dazu werden uns gebracht. Bei der happy hour um 18:00 Uhr treffen wir auf ein deutsches Paar. Mir Regina und Dirk tauschen wir interessante Reiseerlebnisse aus. Das Nachtessen bei Giovanni schmeckt wieder hervorragend.

18.05.2018

Das Frühstück, in der wunderschönen Umgebung der Eikendal Lodge, ist wie gewohnt sehr schön präsentiert. Es fehlt nichts.

Frühstücksraum, Eikendal Lodge

Der Weg zum Flughafen bringen wir rasch und ohne Probleme hinter uns. Die Rückgabe des Fahrzeugs geht rasch. Es gibt keine Reklamationen. Wir haben ja auch keine Schäden verursacht. Die 2 Flaschen Rotwein die wir dem Mitarbeiter schenken, tun sicher das ihrige dazu. Der Rückflug nach Zürich ist zwar lang, aber der Unterbruch in Doha ist eine willkommene Abwechslung. Doha kennt keine Restriktionen im Flugverkehr. Der Flughafen, seine Restaurants und Geschäfte sind 24 Stunden in Betrieb. Selbstverständlich halten wir die Augen offen und suchen den Typen der uns beim Hinflug das IPad geklaut hat. Wir finden ihn natürlich nicht. Wir landen in Zürich. Eine stündige Bahnfahrt bringt uns nach Bern. Nach 24 Stunden kommen wir Zuhause an. Daheim ist alles in Ordnung. Auspacken, waschen, wegräumen sind eben Dinge die sein müssen. Im Herbst dieses Jahres, genau am 28. Oktober geht es bereits wieder nach Südafrika. Unter Anderem besuchen wir den Richtersveld Park. Wir sind gespannt und freuen uns jetzt schon. Langsam fängt der Käfer an zu jucken.

Fazit

Eine gelungene Reise. Der Mix aus Hotel‘s, B&B‘s und Parkunterkünften stimmte. Wir hatten einige Unterkünfte nur für eine Nacht. Das machte das Ganze ein wenig mühsam. Alles raus aus dem Wagen, am nächsten Morgen wieder rein ins Auto. Der Hauptgrund dafür war, dass die Reservation im KTP eher mühsam ist. Die Reisebüros belegen einen grossen Teil der Unterkünfte. Für uns Selbstbucher bleibt nur der Rest. 2 zusammenhängende Tage im gleichen wilderness Camp sind praktisch nicht zu buchen. Wir haben beschlossen, dass wir diesen Park vorläufig meiden, bis die Reservierungssituation sich gebessert hat. Nach der Reise ist vor der Reise.